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hms-mediaengine/docs/plugin-sdk/parameters-and-dmx.md
T
HMS MediaEngine Agent 985f156525 Phase 3: Plugin-SDK-Dokumentation (docs/plugin-sdk/, 7 Dateien)
- README: Pluginarten, Verzeichnisstruktur, Quick Start (§14.1/§14.2)
- manifest-reference: komplette plugin.json-Feldreferenz mit
  Validator-Regeln und ZIP-Sicherheit (§27.2)
- shader-contract: Standard-Uniformsatz je Backend, cbuffer-Layout,
  16-Byte-Alignment, Multipass, AQ-Bindung, GLES-Einschraenkungen (§14.4)
- parameters-and-dmx: dmx_slots max 8 (§14.7), Kurven, 16-Bit-Werte,
  gemeinsamer Effektvertrag mix/blend/quality (§14.8)
- lifecycle: Zustandsmaschine, Quarantaene, Show-Lock (§14.5/§26.3)
- adaptive-quality: Varianten, Semantik-Erhalt, Kompilierung vor
  Aktivierung, Framegrenzen-Wechsel (§5.2)
- example-walkthrough: komplettes Filter-Plugin anhand vignette
- 1199 Zeilen, Deutsch, alle Beispiele aus echten Repo-Dateien
2026-09-11 01:57:30 +02:00

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Parameter und DMX

Dieses Dokument beschreibt Parameter-Definitionen, DMX-Slots, Kurven und den gemeinsamen Effektvertrag. Grundlage sind PLAN.md §14.7 (DMX-Parameter-Slots), §14.8 (Gemeinsamer Effektvertrag), das JSON-Schema und der Validator packages/plugin_sdk/hms_plugin_sdk/manifest.py.

Parameter-Definitionen

Parameter werden im Manifest unter parameters als Liste von Objekten deklariert. Jeder Parameter besitzt folgende Felder:

Feld Typ Pflicht Beschreibung
id string ja Eindeutige Parameter-ID
label string ja Anzeigename
type enum ja float, int, enum, bool, color
default beliebig ja Standardwert
minimum number nein Untergrenze (für float/int)
maximum number nein Obergrenze (für float/int)
values array nein Werte für enum
dmx_slots array nein DMX-Slot-Belegung (18)
curve string nein Kurvenform, z. B. quadratic

Parametertypen

Der Validator (manifest.py) erlaubt genau fünf Typen:

  • float Gleitkommawert; minimum, maximum und default sind Pflicht.
  • int Ganzzahl.
  • enum Aufzählung; values listet die erlaubten Werte.
  • bool Wahrheitswert (0/1).
  • color Farbe, als RGB-Array (z. B. [0, 0, 0]).

Validator-Regeln

  • id muss vorhanden und ein String sein; doppelte IDs sind Fehler.
  • type muss einer der fünf erlaubten Typen sein.
  • Für float müssen minimum, maximum und default vorhanden sein.
  • dmx_slots muss eine Liste von Ganzzahlen sein.
  • Die Summe aller dmx_slots über alle Parameter darf 8 nicht überschreiten (PLAN.md §14.7).

DMX-Slots (§14.7)

Ein Effekt besitzt maximal acht generische DMX-Slots pro Effektinstanz. Das Manifest bildet reale Parameter darauf ab:

  • acht 8-Bit-Parameter; oder
  • vier 16-Bit-Parameter; oder
  • eine gemischte, manifestdefinierte Belegung.

Der DMX-Footprint des Layer-Fixtures bleibt dadurch stabil, auch wenn neue Plugins installiert werden.

Slot-Belegung im Manifest

Jeder Parameter kann über dmx_slots auf einen oder mehrere Slots (18) abgebildet werden. Das Vignette-Beispiel belegt die Slots 18:

"parameters": [
  {"id": "amount",   "label": "Amount",   "type": "float", "minimum": 0, "maximum": 1, "default": 0.5, "dmx_slots": [1]},
  {"id": "radius",   "label": "Radius",   "type": "float", "minimum": 0, "maximum": 2, "default": 0.5, "dmx_slots": [2]},
  {"id": "softness", "label": "Softness", "type": "float", "minimum": 0, "maximum": 1, "default": 0.4, "dmx_slots": [3]},
  {"id": "roundness","label": "Roundness","type": "float", "minimum": 0, "maximum": 1, "default": 0.5, "dmx_slots": [4]},
  {"id": "center_x", "label": "Center X", "type": "float", "minimum": 0, "maximum": 1, "default": 0.5, "dmx_slots": [5]},
  {"id": "center_y", "label": "Center Y", "type": "float", "minimum": 0, "maximum": 1, "default": 0.5, "dmx_slots": [6]},
  {"id": "color",    "label": "Color",    "type": "color", "default": [0, 0, 0], "dmx_slots": [7]},
  {"id": "invert",   "label": "Invert",   "type": "bool",  "default": 0, "dmx_slots": [8]},
  {"id": "mix",      "label": "Mix",      "type": "float", "minimum": 0, "maximum": 1, "default": 1, "dmx_slots": []}
]

Der mix-Parameter belegt keinen DMX-Slot (dmx_slots: []), da er Teil des gemeinsamen Effektvertrags ist.

16-Bit-Werte

Ein Parameter kann über zwei DMX-Slots als 16-Bit-Wert abgebildet werden (vier 16-Bit-Parameter pro Effektinstanz). Die genaue Belegung ist manifestdefiniert. Der Validator zählt jeden Slot in dmx_slots einzeln; die Gesamtsumme darf 8 nicht überschreiten.

Kurven

Parameter können eine Kurvenform über curve deklarieren. Das Schema erlaubt einen beliebigen String; das Beispiel aus PLAN.md §14.3 verwendet quadratic:

{
  "id": "radius",
  "label": "Radius",
  "type": "float",
  "minimum": 0.0,
  "maximum": 40.0,
  "default": 0.0,
  "dmx_slots": [1],
  "curve": "quadratic"
}

Unterstützte Kurvenformen:

  • linear lineare Abbildung des DMX-/Control-Werts auf den Parameterbereich.
  • quadratic quadratische Abbildung, die feine Abstufungen in einem Teilbereich begünstigt.

Gemeinsamer Effektvertrag (§14.8)

Jede Filterinstanz besitzt unabhängig vom konkreten Effekt:

  • Enable/Bypass;
  • Mix beziehungsweise Effect Opacity von 0 bis 1;
  • eigenen Blend-Modus gegenüber dem unveränderten Eingang;
  • deterministische Position in der Effektkette;
  • Reset auf Default;
  • speicher-, umbenenn- und kopierbares Preset;
  • Quality: Auto oder feste Qualitätsstufe;
  • acht stabile generische DMX-Parameter-Slots P1 bis P8;
  • modulatable Parameter über denselben Parameterpfad wie Browser, Art-Net und spätere Automation.

mix

Der mix-Parameter (Effect Opacity) liegt zwischen 0 und 1. Mix 0 muss den Effekt kostengünstig bypassen (PLAN.md §15.3). Das Vignette-Beispiel implementiert das im Shader:

float m = saturate(param_mix);
if (m < 0.01)
{
    return src; // Mix 0 = kostenloser Bypass (§15.3)
}

blend_mode

Jeder Effekt besitzt einen eigenen Blend-Modus gegenüber dem unveränderten Eingang. Der Blend-Modus ist Teil des Effektvertrags und wird pro Instanz gesetzt.

quality

Jeder Effekt besitzt Quality: Auto oder eine feste Qualitätsstufe. Die Qualitätsstufe wählt eine Adaptive-Quality-Variante (siehe adaptive-quality.md).

Instanzierungs-Scope

Filterplugins dürfen sofern im Manifest freigegeben auf Source/Clip, Layer, Group, Adjustment Layer, Master oder Output instanziert werden. V1 muss mindestens Layer, Group/Adjustment und Master unterstützen. Die Kettenreihenfolge ist fachlich relevant und wird strikt von oben nach unten ausgewertet. Verschieben, Bypass, Kopieren und Presetwechsel müssen atomar an einer Framegrenze erfolgen (PLAN.md §14.8).